Erholungspark Wehlingsheide vom 30.09 - 03.10.2011

eine Sonnenpause eine Sonnenpause

Das wohl letzte schöne warme Wochenende wollen wir nutzen um den Gutschein unserer Kinder endlich einzulösen. Nachdem wir das WoMo Startklar haben fahren wir gegen 12:00 Uhr in Richtung Datteln. Wie zu erwarten haben wir auf der A2 einen kleineren Stau und kommen mit wenig Verspätung gegen 13:30 Uhr bei Mobile Freizeit Schnieder in  Datteln auf der Bülowstraße 80 an. Dort melden wir uns für das Wochenende an . Nur wenige WoMo Minuten von der Firma Schnieder, in der Bauernschaft Klostern, liegt der Erholungspark Wehlingsheide. Bei strahlend blauem Himmel platziere ich unser Womo auf einen sehr schönen Stellplatz. Unsere Adresse lautet für dieses Wochenende Brückenstrasse 2 im Erholungspark Wehlingsheide. Es gibt verschiedene Arten der Stellplätze. Vor der Schranke befinden sich Standartstellplätze auf einer großen Wiese ohne Strom  und Wasser inkl. Personengebühr für 6,-€. Dann gibt es den Komfortstellplatz inkl. Strom, Wasser, Abwasser  und Personengebühr parzelliert bei einer Größe von  70-120 qm für 10,-€. Einen parzellierten Komfortstellplatz XXL  mit 150-200 qm gibt es in einem ruhigen Platzbereich für 13,-€. Der parzellierte Luxusstellplatz mit 80-120qm, hier ist eine eigene Sanitärkabine bei buchbar ab 4 Nächten, kostet pro Nacht 23,-€. 

Alsbald stehen Tisch und  Stühle vor dem WoMo und die Erholung kann beginnen. Meine bessere Hälfte lässt sich dann auch gleich gemütlich bei einem Nickerchen  von der  Sonne verwöhnen. Derweil genieße ich die Sonne und Ruhe bei einem Rundgang. Direkt neben unserem Stellplatz ist ein großer Sandstrand mit Strandkörben die mich zum verweilen einladen. Nach einer Weile setze ich meinen Rundgang fort und finde hinter der Brücke eine neu angelegte Wasserlandschaft. Die Bank lädt mich wiederum zum verweilen ein, so genieße  ich nun  das exotische Ambiente mit dem großen Teich und dem plätschern des Wasserfalls. Das ist Erholung pur jetzt fehlt nur noch eine nette Bedienung die mir einen Drink vorbei bringt, aber da warte ich vergebens und nach einer Weile setze ich  meinen Rundgang erneut fort. Zu meinem Erstaunen entdecke ich eine neue, leider noch nicht in Betrieb,  Höhlensaunalandschaft mit einer Duschgrotte am Wasserfall. Mir gefällt der Erholungspark sehr gut, weit ab von Autolärm und Stadt, rundum soweit meine Augen blicken sind wir in einer Naturbelassenen bäuerlichen Umgebung. Ich fühle mich sehr wohl und genieße die gute Landluft.

Zu meinem Entsetzen stelle ich fest das das Restaurant auf dem Platz geschlossen ist. Wie war das mit meinem wir machen ein ganz gemütliches Erholungswochenende ohne Kochen. In Gedanken gehe ich meine Kochvorräte durch und stelle fest das es für zwei Tage reicht, wir haben aber drei Tage. Jetzt ärgere ich mich etwas das wir nicht die Fahrräder mit haben; dran gedacht habe ich schon aber hatte nicht wirklich Lust aufs montieren selbiger auf den WoMo Fahrradständer. Unterscheidend vom Wohnwagen Urlaub kann ich nicht mal eben mit dem Auto zum einkaufen fahren und das Womo noch mal bewegen entfällt wegen Urlaub. Außerdem habe ich nicht wirklich Lust auf Kochen, aber was tun wenn die nächste Stadt  per Pedes weit entfernt ist?! Unser Falk Navi verrät mir ein Gasthaus in 5,8 km Entfernung, bei meinem Wanderurlaub haben mir 11.6 km nichts ausgemacht, nur hier und heute muss ich sagen bin ich zu bequem um 11 km zu laufen. Aber meine Rettung naht in Form von unserem liebenswürdigen Platzwart, er empfiehlt ein Chinesisch - Mongolischen Grill in der Nähe. Wir erfahren von ihm dass der Pächter  am fünfzehnten des Monats wegen eines Herzinfarktes das Restaurant aufgeben musste. Der erste Tag ist auf chinesisch mongolische Art gerettet und morgen sehen wir weiter. Nach gemütlichen 30 Minuten finden wir ohne Mühe den Grill und lassen es uns schmecken. Lieber Gerhard du wärst begeistert es gibt Känguru und Straußenfleisch und viele außergewöhnliche Fischsorten, bei der Zubereitung kannst du zusehen. Ich halte mich dann aber doch lieber an Rind, Schwein und Huhn, welches mir vorzüglich mundet. Zum Nachtisch einen Bambus Schnaps mit einem recht eigenwilligen Geschmack, naja da sieht man wieder ich esse nicht alles probiere aber im Trinken alles Neue aus. Bei einem Gläschen Wein und Bier lassen wir den Tag vor unserem WoMo gemütlich ausklingen.

Wie immer bin ich früh auf den Beinen. Der Morgen ist feucht und recht kühl, was mich jedoch nicht von einer ausgiebigen Erkundungstour abhält. Bewaffnet mit Fünf Euro, dem WoMo Schlüssel und meiner Camera spaziere ich immer der Nase lang. Vorbei an einem Reiterhof, endlosen Feldern überquere ich den Wesel Datteln Kanal. Diesem folge ich ein Stück auf einen herrlichen  Wanderweg, rechter Hand fällt mir ein kleiner Pfad  auf dem ich neugierig folge. Nach wenigen Metern gelange ich in eine Wohnsiedlung, na vielleicht gibt es ja einen Bäcker in der Nähe. Da ich keine Ahnung habe wo genau ich mich befinde frage ich 2 Gärtner die gerade ihr Auto abladen. Nach einigen kleinen Straßen und schönen Häusern gelange ich an eine Hauptstraße, diese überquere ich und befinde mich  daraufhin in der Dorfmitte von Ahsen. Dieses Städtchen hat ca. 2000 Einwohner, einen Fußballverein, eine Grundschule, eine Doppelschleuse und welch ein Wunder eine Bäckerei. Diese entpuppt sich als  kleines Tante Emma Lädchen und ist an diesem Morgen offensichtlich Dreh und Angelpunkt der Dorfgemeinschaft. Nachdem ich den Einkauf bei Tante Emma genossen habe schlage ich  einen etwas anderen Heimweg an.

Die gleiche Strecke zurückgehen mag ich nicht, so nehme ich eine andere Brücke über den Kanal. Auf dieser Seite des Kanals ist der Weg Naturbelassen, was mir zum spazieren gehen wesentlich besser gefällt. Eigentlich wollte ich ja nur einen kurzen Spaziergang vor dem Frühstück machen, jetzt bin ich schon eineinhalb Stunden unterwegs und ich habe Kaffee Durst. Nach einer kurzen Überlegung entscheide ich mich für eine Abkürzung übers Feld, was bei meinem nicht festen Schuhwerk schnell zu nassen erdigen Schuhen führt. Nach etlichen Bildern, nassen Füßen und schlammigen Schuhen bin ich nach zwei Stunden wieder am WoMo und freue mich nun auf ein leckeres Frühstück. Mittlerweile strahlt  die Sonne vom hellblauen Himmel und es ist auch schön warm geworden. Nach einem gemütlichen Frühstück überlegen wir uns mit dem Bus nach Datteln zu fahren. Bis zur Bushaltestelle ist es ein Spaziergang von ca. dreißig Minuten, vorbei an unzähligen Feldern und wenigen Gehöften. Nach einer ausgiebigen Innenstadt Besichtigung mit einem kleinen Einkauf beschließen wir im Cafe Central zu essen. Das erspart mir das Kochen und uns einen weiteren Spaziergang am  Abend. Nach dem leckeren Essen nehmen wir den nächsten Bus und fahren Richtung Wehlingsheide. Gegen 18:00 Uhr sind wir wieder am WoMo mit unzähligen Bildern und vielen neuen Eindrücken. Gegen 18:00 Uhr sind wir dann wieder an unserem WoMo, langsam versinkt die Sonne und es wird auch wieder kühler und feucht. Den Abend lassen wir wieder einmal in gemütlicher Atmosphäre ausklingen.

Eine herrliche morgendliche Stimmung lädt mich schon recht früh zu einem Spaziergang ein. Erst langsam steigt die Sonne am Himmel die Luft ist rein, feucht und kühl. Ich habe mir an diesem Morgen vorgenommen die Schleuse zu besuchen. Nach einem kleinen kurzen Frühstück ziehe ich auch schon los. Wieder schlage ich den Weg in Richtung Reiterhof und Kanal ein und genieße die gute Landluft, die prachtvollen Rapfelder und die herrliche Ruhe. An der Schleuse Ahsen herrscht Hochbetrieb so kann ich herrliche Bilder bei phantastischem Sonnenwetter machen.

Die Schleuse hat ein Gefälle von sieben Metern mit 4 Pumpen. Die große Kammer stammt aus dem Jahre1929, hat eine Länge von 225m die Breite beträgt 12m, die Füllmenge ist für mich nur schwer vorstellbar mit 20400m². Ich staune mit welcher Wucht das abgepumpte Wasser unter dem Hubtor hervor schießt. Langsam mache ich mich auf den Rückweg und freue mich auf ein ausgedehntes Frühstück. In der Nähe des Erholungsparks gibt es einen Hundezuchtverein der heute eine Ausstellung hat, dass wollen wir uns anschauen. Tja zu schreiben gibt es hierüber nichts außer das es für mich enttäuschend ist. Keine Huskys weit und breit nur Boxer und die Rasse gehört für mich zu den hässlichsten. So esse ich eine zu klein geratene Bratwurst mit versalzenden Pommes. Holger schmeckt sein Nackensteak mit Kartoffelsalat besser. Doch schon bald vergeht mir die Lust auf Hund und wir genießen die letzten Sonnenstrahlen vor dem WoMo.

Nach einem gemütlichen Frühstück und einem Spaziergang verstauen wir Tisch und Stühle und machen uns langsam auf den Nachhause Weg.